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die Selbstversorgerhütte

Chronik unseres Winterhauses

Die Heilbronner Hütte war im Winter von Anfang an beliebtes Ziel vieler Skifahrer, wurden sie doch großzügig belohnt mit wunderschönen Gipfelrouten und langen Talabfahrten. Das kleine Paradies für Tourengeher und Alpinsportler wurde immer interessanter, nachdem 1972 etwas abseits der Hütte ein Schlepplift installiert wurde. 
Über Weihnachten und an Ostern zählte man damals oft bis zu 200 Tagesgäste. Für das zur Versorgung der Hütte und zur Herstellung der Piste dienende Ratrac kaufte die Sektion von der Alpinteressentschaft Verbella 1986 ein kleines Grundstück neben der Hütte zum Bau eines Schuppens als Garage. Dies sollte sich später als sehr weitsichtig gedacht erweisen.

Die Planung

Denn Anfang der 90er Jahre ließ die Besucherzahl im Winter so sehr nach, dass sich die Öffnung der Hütte über Weihnachten und an Ostern nicht mehr lohnte. Der Vorstand entschied sich daher, dort ein Selbstversorgerhaus zu planen. 
Bereits im April 1995 beschließt die Mitgliederversammlung, den Schlepplift abzubauen und zu veräußern. 
Architekt Wahrmut Stehle entwickelte ein Häuschen, das auf die Situation und die Bedürfnisse der Wintergäste genau zugeschnitten war. Dies bestätigten die Zuständigen des Hauptvereins in München, und im April 1996 auch die Sektion in ihrer Mitgliederversammlung. Der raschen Entscheidung folgte die Planung für den Neubau am Standort des Schuppens.

Der Bau

Mit der artgerechten Umsetzung der Pläne hatte man mit dem Zimmereibetrieb Franz Neyer eine Firma beauftragt, die für die Vorarlberger Holzbauweise einen vorzüglichen Namen besaß. Franz Neyer, selbst ein geübter Bergsteiger, fertigte eine Holzkonstruktion, die sich in ihrer Form und Art genau in die Berglandschaft einfügen sollte. 
In gerade mal fünf Monaten Bauzeit stand das neue Winterhaus, gelungen in seinen Proportionen und stilgerecht schön in seinen Materialien. Insgesamt wurde rund eine halbe Million Mark investiert. 

Am 5. Oktober 1996 weihte die Sektion Heilbronn ihre neue Selbstversorgerhütte auf würdige Weise feierlich ein. Dazu begrüßte der Sektionsvorsitzende Peter Käß die erschienenen Freunde der Hütte aus Heilbronn und aus dem Montafon auf das herzlichste. In diesem Sinne übergab er auch die Schlüssel an "Mutter Immler", die mit ihrer Familie in dankenswerter Weise die Bauleute versorgte. Pfarrer Haas aus Bludenz segnete das Haus und das von Franz Neyer gestiftete Holzkreuz in der Stube. Das neue Schmuckstück stand nun für eine Gebühr von 200 ÖS für Nichtmitglieder und 100 ÖS für Mitglieder des DAV pro Nacht im kommenden Winter erstmals zur Verfügung. Der Besuch begann erfreulich: 46 selbstversorgende Skifreunde nächtigten insgesamt 77 mal. Diese Anzahl blieb bis heute beinahe konstant.

Die Architektur und die Einrichtung

Das 3-geschossige Gebäude richtet sich in seiner Firstrichtung nach dem Hauptgebäude, besitzt eine Grundfläche von 9 x 7 Metern und eine Höhe von rund acht Metern, talseits gemessen. Die Fassaden sind aus Fichtenholz errichtet. Auch der gesamte Innenausbau ist aus hellem Fichtenholz bis ins Detail fachgerecht gestaltet und gefertigt. 
Das Haus zeigt sich dem Betrachter mit einem im alpinem Raum, typischen Blechdach, das im Eingangsbereich weit heruntergezogen ist. Man betritt einen kleinen Vorraum mit Garderobe, bevor sich der gemütliche Aufenthaltsraum mit der Küche öffnet. Tische, Stühle und eine umlaufende Bank geben hier ausreichend Platz für ca. 30 Personen. Die Kücheneinrichtung darin, mit "Großmutters Herd", bietet die Gerätschaften und die Möglichkeit alle zu versorgen.

Im Zwischengang zu den Lagern befindet sich der Kachelofen, für den es im Untergeschoss immer Brennholz gibt; dort ist auch das Plumpsklo. Im Schlafraum finden sich 16 und im Dachgeschoss nochmals 12 Lager. 
Es ist gelungen in den schlichten Räumen eine heimelige Atmosphäre zu schaffen, in der man sich wohlfühlt und gerne verweilen möchte. 
Die technische Einrichtung mit Rettungsgeräten, Holzlager und Garage befinden sich im Untergeschoss. 
Selbstverständlich verfügt das Selbstversorgerhaus über eine Notrufanlage, mit der die Bergwachtzentrale direkt angerufen werden kann. In der Hoffnung, dass sie nie gebraucht werden muss, lädt die Sektion viele Wintersportfreunde zum Besuch des Kleinods ein und erwartet, dass sie pfleglich mit der Einrichtung umgehen und die zur Instandhaltung notwendigen Nächtigungsgebühren entrichten. Wir wollen doch alle, dass der gute Zustand erhalten bleibt, damit auch den Nächsten ein angenehmer Aufenthalt gewährleistet ist.

Text: Peter U. Quattländer

Kontakt zur Heilbronner Hütte

Olivia Immler

Hüttenwirtin

Heilbronner Hütte
AUT-6794 Gaschurn

Öffnungszeiten

Sommer 2019 20. Juni - 6. Oktober
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