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Geschichte ab 1998

Die Neue Heilbronner Hütte – Geschichte ab der Hüttenerweiterung

Eine Freude, eine Herausforderung, eine Aufgabe ist die Neue Heilbronner Hütte im österreichischen Verwallgebiet.

1998 beginnt die elfjährige Ära des Hüttenwarts Peter U. Quattländer, ein kunstsinniger Mensch, der eine Reihe von handwerklich begabten Sektionsmitgliedern um sich scharte, die unter Einbeziehung von externen Handwerkern alljährlich im Arbeitseinsatz die Hütte auf Vordermann brachten. Die Bilanz dieser elf Jahre ist beachtlich: 1998 entstanden der Trockenschrank und die Notrufanlage. Im Erdgeschoss wurden 2000 die Toiletten saniert. Die notwendige Ausweisung von Fluchtwegen, die Anpassung der sanitären Einrichtungen an aktuelle Standards und die Ansprüche der Gäste erzwangen 2001 und 2002 eine 1,21 Millionen Mark teure Maßnahme dem Treppenhaus-Anbau auf der Nordseite. Das desolate Dach wird isoliert, mit Edelstahl neu eingedeckt und eine Solaranlage installiert. In den zwei Obergeschossen entstehen neue Wasch- und Toilettenanlagen. Voraussetzung ist die Erneuerung der gesamten Wasser- und Heizungsinstallation. Ende Juli 2002 ist warmes Wasser verfügbar und die Duschen können solar beheizt in Betrieb genommen werden. Zur 75 Jahr-Feier der Hütte am 6. Juli 2003 wird der Anbau eingeweiht. Mit 4200 Übernachtungen gibt es in diesem Jahr eine Rekordbilanz. Es zeigt sich immer wieder, dass die richtigen Investitionen auch mehr Gäste bringen. Dazu gehört auch die Neugestaltung von Zimmer 1 und 2, die 2005 durch Spenden der Familie Käß möglich wird.

Der neue Anbau


Peter U. Quattländer erinnert sich an diese Zeit:

Mit großen Anstrengungen und Leidenschaft folgt die Sektion ihren ideellen Überzeugungen zur Pflege des Alpinismus: „… die Erhaltung von Hütten, sowie die Errichtung und Erhaltung von Wegen im Hochgebirge, die uns helfen können die Kenntnisse über die Hochgebirge zu erweitern und somit vielleicht …die Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt zu erhalten…“ (Satzung –Sektion Heilbronn). 
Daher wurde und wird in regelmäßigen Abständen an und in der Hütte gebaut, erweitert, renoviert, verbessert, mit kleinen und großen Maßnahmen immer wieder versucht, das Gebäude den Bedürfnissen anzupassen. Dabei wurden auch viele infrastrukturelle Einrichtungen installiert, die der Gast nicht sofort sieht. Zunächst erledigte man das Wichtigste: Man vergrößerte die Übernachtungskapazität, später folgten eine elektrische Heizung und eine neuzeitliche Wasserversorgungsanlage. Zuletzt ein blitzsauberes Selbstversorgerhaus für die Wintersportler. 
Drei Architekten planten und leiteten die Baumaßnahmen in den den letzten 75 Jahren: Richard Scheffler, Herbert Alber und Wahrmut Stehle. Begleitet wurden sie von Carl Eckert, Gerhard Fromm, Wilfried Thonig und Peter U. Quattländer als Hüttenwarte. 
Dieses mal stand der Umbau im Zeichen der Sicherheit und dem allgmeinen Wunsch nach mehr Komfort im Übernachtungssektor. Ein Unsicherheitsfaktor, das Treppenhaus, sollte endlich dem Brandschutz gerecht werden. Dabei bestünde auch die Chance das Sanitär- und Waschraumangebot zu vergrößern, dachten der Architekt und der Hüttenwart. 
Viele Hinweise aus der Literatur wiesen auf die Notwendigkeit hin, das Übernachtungsangebot den neuen Standards anzupassen. Schon 1928 schrieb Dr. Karl Blodig im DAV-Jahrbuch: …aber warum man es gerade im Gebirge um so viel unbequemer haben soll als daheim, das kann ich eigentlich nicht begreifen. Ich weiß mich mit vielen erstklassigen Bergsteigern einig, wenn ich behaupte, dass je mehr und je anstrengendere Touren jemand unternimmt, desto lieber er das Übernachten in einem Bette dem allerschönsten Matratzen- oder gar Heulager vorzieht…“. 
In der Heilbronner Stimme äußerte sich Hans-Werner Rodrian am 4. September 1999 so: Die Ansprüche der Kundschaft steigen. Nicht nur der Pauschalurlauber, sondern auch das Alpenvereinsmitglied erwartet heute, dass das Hotel top ist. Wenn die Matratzen durchgelegen, die sanitären Anlagen unsauber, das Hüttenessen schlecht ist, dann wird eben geklagt. 
Inzwischen haben die meisten Hütten in unserer Nachbarschaft ihre Pflichten erledigt, sie haben sich für die Zukunft gerüstet. Die Lösung unserer Aufgabe bahnte sich nach vielen Diskussionen bei gemeinsamen Aufstiegen mit unserem Architekten an: Nämlich die Etablierung eines geschickten Anbaues an die Nordfassade, der die Möglichkeit bot, alle notwendigen Verbesserungen vorzunehmen: 

1. Brandschutzmaßnahmen 
2. Dacherneuerung zum Schutz der Gebäudesubstanz 
3. Erneuerung und Erweiterung der sanitären Anlagen. 

Je mehr die Ideen wuchsen, desto mehr Schwierigkeiten zur Lösung der Haustechnik entstanden. Der Eingriff in die alte Bausubstanz stellte ein Problem dar. Die Gründung in unbekanntem Bereich der Leitungsführung des Starkstromkabels elektrisierte uns.

Die Planung

Anbau eines Baukörpers mit ca. 21 qm Grundfläche und ca. 11 m Höhe, der die Treppenanlage entsprechend der Brandschutzvorschriften neu anordnen lässt. Errichtung einer neuen Fluchttreppe anstelle der Feuerleiter. Erneuerung des desolaten Daches mit dem selben Edelstahl-Material wie auf dem Selbstversorgerhaus. 
Der zusätzliche Raumgewinn in der Breite wird zum Einbau neuer Wasch- und Toilettenräume verwendet. Auf jedem Geschoss werden dann 2 WCs, 2 Urinale, 3 Waschbecken und eine Dusche installiert. Zusätzlich entsteht ein Putzraum. Im Untergeschoss kann der entstehende Raum zur Technikerweiterung, bzw. -verbesserung verwendet werden. Im Erdgeschoss kommt er der Küche zu Gute. 
Am 7. Februar 2001 informierten Herr Stehle und Herr Quattländer die Vorstandschaft über die Vorplanung. Viele Gespräche folgten. Diskutiert wurde über die rund eine Million Kosten, kann sie der Verein schultern? Zuletzt wuchs die Überzeugung, dass dieses Vorhaben angepackt werden musste. 

Die Planung wurde in Auftrag gegeben. Und das wollten auch die Mitglieder. Sie stimmten in der Hauptversammlung, am 4. April 2001 bei 6 Enthaltungen dem Antrag des Vorstandes zu: Der Voranschlag des Architekten lag bei 1.21 Millionen DM. 
Einsatz Eigenkapital 150.000 DM, Darlehen Bank und DAV 600.000 DM. Die verbleibende Finanzierungslücke von 460.000 DM muss durch Zuschüsse des Regierungspräsidiums, des DAV Hauptvereins und anderen öffentlichen Quellen, wenn notwendig, über Sponsoren, gedeckt werden. 
Anlässlich eines Ortstermins erläuterte Architekt Stehle die Entwürfe und die Ziele zur Verbesserung der Hütte. Nicht nur die Baubehörde unter Leitung von Herrn Juen, sondern auch die Herren Weber und Feldhusen vom DAV und der Gaschurner Bürgermeister Blaas begrüßten das Bauvorhaben und attestierten eine deutliche Verbesserung der Sicherheit und der Aufenthaltsqualität. Ein beruhigendes Ergebnis für die Vereinsvorstände: 1. Vorsitzender Manfred Blatt, Josef Kaliga, und Wilfried Thonig. 

Auch unsere Hüttenwirtsfamilie Immler freute sich auf das erweiterte Haus, trotz der zu erwartenden Beeinträchtigungen während des Umbaues. 
Am 9. Mai 2001 erhielt die Sektion die Baugenehmigung für den Anbau. Die Bemühungen um die Geldmittel erbrachten in Aussicht gestellte Zuschüsse und Darlehen, die uns auf die sichere Seite brachten.

Die Finanzierung
Zuschuss Regierungspräsidium Stuttgart257.000 DM
Zuschuss Hauptverein DAV200.000 DM
Darlehen Hauptverein DAV250.000 DM
Zuschüsse Stadt Heilbronn u. Landkreis120.000 DM
Bankdarlehen383.000 DM
Gesamtsumme1.210.000 DM

Damit war die Finanzierung gewährleistet und das Bauen konnte beginnen. Es war beabsichtigt, das Bauvorhaben bis zum 75-jährigen Jubiläum der Hütte 2003 fertig zustellen und dann feierlich einzuweihen.

Der Bau

Im Juni 2001 waren die Aufträge an die heimischen Baufirmen vergeben und die Zufahrtwege mit der Schneefräse freigemacht. Die Handwerker rückten an. 
Der schwierige Aushub für das Fundament glückte trotz unbekannter Leitungsführung des Starkstromkabels in diesem Bereich. Mit der Erneuerung der Entwässerung wurde auch gleich ein neuer Fettabscheider eingebaut. 
Kaum eine Woche später waren die Zimmerleute mit der vorgefertigten Holzkonstruktion bis ins Dachgeschoss fertig, und am 3. August konnte die Firstweihe gefeiert werden. Fenster und Läden komplettierten die Außenfassade, sodass die Installationsarbeiten sofort folgen konnten. Auch die Spengler waren da. Das Dach war am 17. August mit Blech gedeckt. 
Leider unterbrach der starke Schneefall im September für zwei Wochen die Bautätigkeiten. Bis dahin arbeiteten die Heizungsmonteure, Elektro- und Sanitärinstallateure bis spät in die Abendstunden. Für ihre Übernachtungsmöglichkeit und das leibliche Wohl war ja gesorgt. 
Anfang September meldete unser umsichtiger und kompetenter Bauleiter Franz Neyer: Die Feuerschutztreppe steht, die Solaranlage ist installiert und der Innenausbau geht so lange noch weiter wie das Wetter die Erreichbarkeit der Hütte ermöglicht. 

Im Frühjahr 2002 hatten wir es dann sehr eilig. Der Architekt wollte nämlich die Handwerker schon bald wieder auf die Hütte schicken. Auch Fredi Immler wollte die staubproduzierenden Arbeiten in Bälde erledigt wissen. 
Schon am 30. Mai räumte er mit dem Ratrac den Versorgungsweg durch die Restschneefelder im Verbellatal. Die Handwerker kamen und am 22. Juni öffnete auch die Hütte offiziell. Der Innenausbau im sanitären Bereich: Toiletten, Waschanlagen, Duschen und im erweiterten Küchenbereich konnte weitergehen. Bereits am ersten Tag waren neun Handwerker da. Und am 25. Juni wurde die neue, aus hellem Kiefernholz gefertigte, Treppenanlage eingebaut. 
In den Untergeschossen standen jetzt die Feinarbeiten für die Installateure an: Wasseraufbereitungsanlagen, Steuergeräte, Speichereinheiten, die Voraussetzungen für das Funktionieren der gesamten Haustechnik, musste jetzt geschaffen werden. In diesem, für die Hüttenbesucher verborgenen Bereich, liegen schier endlose Leitungskanäle wie Autobahnen an den Decken und Wänden. Es scheint, als ob hier die größten Kostenverursacher zu finden sind. 
Das Ergebnis der zügigen Fertigstellung war bereits Ende Juli verfügbar: Im ganzen Haus floss warmes Wasser. Die Techniker haben vorgesehen, die 10 qm große Solaranlage einen wesentlichen Teil des Warmwassers produzieren zu lassen. Sie gehen davon aus, dass der auf 70° C aufgeheizte Wasservorrat von 80 Litern, nur bei extremer Abnahme elektrisch nachgeheizt werden muss. 
Am 20. Juli durften die Teilnehmer der Jahresausfahrt zur Neuen Heilbronner Hütte, die neuen Duschen ausprobieren. 
Als Letztes wurden die beiden Damenwaschräume im 1. und 2. Obergeschoss, den Auflagen der Behörden entsprechend umgebaut. Sie erhielten aus hygienischen Gründen geflieste Wände und Böden, Toiletten, Waschgelegenheiten und Duschen. 
Es ging alles zügig voran, Dank der guten Versorgung der Handwerker durch das Hüttenteam. Im Oktober 2002 wurde der letzte Bodenteppich ausgerollt, die Bautätigkeit endete. Es schien, als ob jetzt alles fertig wäre, doch jetzt begann das große Reinemachen. 
Auch die 12 Männer des Arbeitseinsatzes "Hütten und Wege" hatten nur ein Ziel: Das gesamte Hüttenareal von Bauschutt endlich zu befreien. Die Bauwunden um den Neubau konnten pfleglich geheilt und für eine entsprechende Bepflanzung durch den Arbeitseinsatz Naturschutz vorbereitet werden. Dies geschah mit Geschick und kundigem Vorgehen. 
Das ehrgeizige Ziel der Initiatoren und des Vorstandes präsentiert sich heute als zukunftsorientierte Hüttenerweiterung und -sanierung, die künftig keinen übermäßigen Instandhaltungsaufwand mehr erfordern wird. Die Sektion kann mit Stolz 75 Jahre Neue Heilbronner Hütte ihren Jubiläumsgästen zeigen und berichten, dass die Baukosten nicht überschritten wurden. Eine lange Geschichte, in der viel Herzblut geflossen ist. 
Ziel war und wird es immer sein, in diesem Haus, allen Bergfreunden Unterkunft und Gastlichkeit zu gewähren und die Natur und die Umwelt darum herum, im Interesse Aller im ganzen Gebiet zu pflegen.

Soweit die Erinnerungen von Peter U. Quattländer. Gerhard Knöller schreibt die Geschichte fort.

Um die Hütte herum gibt es viele Marketing-Aktionen. Mit dem Journalisten Gerhard Schwinghammer wird die Öffentlichkeitsarbeit der Sektion und damit auch der Hütte intensiviert. 2002 kommt im September der Autor Gunter Haug aus Schwaigern auf die Hütte. Er will sie anlässlich des Jubiläums zum Schauplatz eines Krimis um den Heilbronner Kommissar Hotte Meyer machen. Am 9. April 2003 wird der „Hüttenzauber“-Krimi in der Heilbronner Wein Villa präsentiert.

Regionalität wird groß geschrieben: Es geht nicht nur um das Montafoner Marend. Und nicht nur die Wanderer aus der Region Heilbronn finden ab 2005 das Eppinger Palmbräu auf der Karte. Eine Marketing-Studie zur Hüttenzukunft wird 2005 unter dem Vorsitzenden Ingo Nicolay bei Studenten der Fachhochschule Heilbronn in Auftrag gegeben. Einige Ideen lösen Leserbriefe aus und bringen so die Hütte auch wieder ins Gespräch. Neues Mobiliar macht die Hütte attraktiver.

Mit einer von Hüttenwart Peter Quattländer entworfenen Bewertungskarte erkundet die Sektion ab 2006 erstmals die Meinung der Wanderfreunde. 71,3 % der Teilnehmer geben der Hütte die Note „sehr gut“ und 26 % „gut“. 2006 schließen sich sieben Hütte zur Verwall-Runde zusammen, um das Gebiet zwischen Arlberg, Bludenz und Silvretta gemeinsam zu bewerben. Jährlich findet ab Januar 2008 der Auftritt auf der Reisemesse CMT in Stuttgart statt. Jährlich trifft man sich im Montafon zur Jahresbilanz und Jahresplanung auch mit Tourismusverantwortlichen vom Tal. Später wird die „Runde“-Idee kopiert. Auch eine Anerkennung, aber auch ein verstärkter Wettbewerb.

2006 kommen der Heilbronner Wengerter Martin Heinrich, der Südtiroler Weinmarketing-Experte Othmar Kiem und zwei Dutzend Weinfreunde zum Gipfel-Treffen zwischen Trollinger und Vernatsch auf die Heilbronner Hütte. Es ist der Beginn eines regen Austausches zwischen den Erzeugerregionen der verschwisterten Weinsorten. 

Ein Höhepunkt der Ära von Peter Quattländer naht. Seit 2005 ist der Bau einer neuen Kläranlage im Gespräch. Das Land Österreich und das Bundesland Vorarlberg legen ein entsprechendes Konzept vor. Da Fördermittel fließen, ist der zukunftsorientierte Bau der Biokläranlage unterhalb der Hütte angesagt. 2007 gibt es dafür „Grünes Licht“. Spektakulär sind die Bauarbeiten auf 2320 Metern Höhe, mit viel Lastwagenverkehr. Besondere Fahrfähigkeit auf den Serpentinen erfordert die Anlieferung der Riesentanks per Tieflader. Die Einweihung wird 2008 mit dem 80-jährigen Hütten-Jubiläum gefeiert. „Noch nie wurde in die Hütte so viel investiert wie in diesen elf Jahren“, zieht Peter Quattländer (73) Bilanz, als er 2008 das Amt des Hüttenwarts in junge Hände übergibt. „Heute stehe das Haus mit vorbildlichen sanitären Anlagen, einer Solaranlage auf dem Dach, dem Treppenhaus-Anbau, nach und nach neu eingerichteten Räumen und der bisher einmaligen Biologischen Kläranlage so modern da wie keine zweite weit und breit.“ Eine Folge: 2008 erhält die Hütte auf der DAV-Hauptversammlung am November in Jena das DAV-„Umweltgütesiegel“. Nur ungefähr 40 der 332 Hütten erfüllen bis dahin die Kriterien für dieses wertvolle Gütesiegel für Hütten. Die Fertigstellung der Biologischen Kläranlage war hierfür der entscheidende Schritt. 

Neuer Hüttenwart

Neuer Hüttenwart wird im April 2008 Volker W. Lang (30). Er fand den Zugang zur Heilbronner Hütte über den Dachdeckerbetrieb seiner Familie. Mitarbeiter Willi Mohr hat schon am Hütten-Dach mitgebaut und war auch im Hütten-Arbeitsteam aktiv. „Peter hat mir ein tadelloses Schmuckstück in den Alpen hinterlassen. Darauf kann man aufbauen“, betont Lang und packt seine Aufgabe mit neuen Ideen und handwerklicher Erfahrung an. Mit seinen Freunden von der Robert-Mayer-Sternwarte Heilbronn kommt er künftig jedes Jahr dem Himmel näher. Jährlich wird ein anderer Schwerpunkt gesetzt und mit vollem Einsatz des Teams, das trotz oder wegen großer Anforderungen zu ihm hält, und im engen Kontakt zu den Handwerkern im Tal durchgezogen.

Grundlage dafür ist auch die Bekräftigung der 31 Jahre dauernden Partnerschaft mit der Hüttenfamilie Immler. Im Juli 2008 wird der neue Pachtvertrag unterzeichnet.

Für die zunehmende Zahl von Mountainbikern, die über die Transalp-Route Oberstdorf-Gardasee zur Hütte kommen, entstehen 2009 Bike-„Parkplätze“ in Form eines entsprechend zugeschnittenen Baumstamms und eine Bike-Garage mit Werkstatt. Im gleichen Jahr wird in der Großen Stube der Boden saniert. Übrigens: Ab 2013 gibt es bei der Sektion Heilbronn eine Mountainbike-Abteilung.

Volker W. Lang nützt seine Kontakte zu den Heilbronnern Berufsschulen: 2009 gibt es eine Klassenfahrt „mal anders“. Schülerinnen und Schüler der Heilbronner Wilhelm-Maybach-Schule kommen zum Frondienst in die Berge. Zwei Tage arbeiten sie körperlich hart und schleppen Steine von Wiesen, damit das Rindvieh ohne Risiko „arbeiten“ kann. Der Klassenausflug 2010 mit der Klasse 1 BFZ 1 der Berufsfachschule Tischler an der Heilbronner Johann-Jakob-Widmann-Schule hat Folgen. Am Abend nach dem Frondienst inspizieren die Schreiner-Azubis die Räumlichkeiten und machen Neugestaltungsvorschläge. In der Saison 2011 sind erste Ergebnisse erkennbar.

Eine Saison lang sind Handwerker der verschiedensten Gewerke und Ingenieure auf der Hütte, um die Umbauarbeiten 2011/2012 vorzubereiten. Dabei werden unter anderem Probebohrungen und –öffnungen auf der Terrasse vorgenommen, welche zur Tragfähigkeitsprüfung notwendig waren. Glücklicherweise ist die Betondecke noch so gut, dass man sie nicht abreisen muss.

Die Neue Heilbronner Hütte soll generalsaniert und auf die künftigen Besucheranforderungen eingerichtet werden. Neben der Sanierung der schmelzwassergeschädigten Terrasse, der Erweiterung des Trockenraums, dem Austausch der Holzheizungs- und der UV-Anlage stehen die Modernisierung der Gaststube, die Sanierung der Übernachtungs-Stockwerke mit Einrichtung von kleineren Lagern und einer in Zusammenarbeit mit einer Schreinerklasse der Heilbronner Johann-Jakob-Widmann-Schule konzipierten neuen Möblierung im Investitionsplan. Die Mitglieder entscheiden über das Investitionspaket am 11. Februar.

2011 beginnt der Totalumbau. 15 Sektions-Mitglieder sind auf der Hütte, um sämtliche Abrissarbeiten im Bereich Terrasse, Zimmer und Keller zu erledigen. Die Hütte wird in dieser Woche um insgesamt 37 Tonnen Beton und sieben Tonnen Metallschrott erleichtert. So gibt es insbesondere im Keller in einigen Räumen mehr Platz. Parallel beginnt der örtliche Schreiner mit dem Wechseln der Fenster im 1. und 2. Obergeschoss und der Verbesserung der Schalldämmung im Haus, der Klempner mit dem Einbau der neuen Wasseraufbereitungsanlage. An fünf Tagen ist eine Schulklasse (Anlagenmechaniker, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) der Wilhelm-Maybach-Schule Heilbronn vor Ort, um die alte Elektrospeicherheizung im Keller zu demontieren.

In der ersten Juni-Woche werden Abdichtungen angebracht und der neue Windfang auf der Terrasse aufgebaut. Auch im Innern geht es zügig voran, so dass zur Hüttenöffnung am 23. Juni fast alle Arbeiten auf der Terrasse, im Keller und im 1. Obergeschoss abgeschlossen sind. Im Juli sind zwei Schreinerklassen der Wilhelm-Maybach-Schule auf der Hütte, um zwei Zimmer mit neuen Betten und Schränken auszustatten. Diese zeichnen sich durch besonders viel Platz zur Lagerung und durch einen kleinen Tisch mit drei Stühlen aus, die es Familien ermöglichen, sich einmal im Zimmer zurückzuziehen. Wir wollen eine familienfreundliche Hütte. 2011 gibt es die Broschüre „Mit Kindern auf der Hütte“.

Parallel dazu laufen wieder Marketing-Maßnahmen. Einen erfolgreichen Auftritt hat die Verwall-Runde 2011 auf der Reisemesse CMT in Stuttgart. An den beiden Eröffnungstagen werden im Rahmen des „Aktivreisen“-Wochenendes fast 3000 frisch gedruckte „Verwall-Runde“-Führer verteilt.

2010 bindet die Heilbronner Stimme die Heilbronner Hütte in ihre „Lesertouren“ ein. 55 Stimme-Lesern sind dabei. Die Reihe existiert auch noch 2017 und wird jeweils thematisch angereichert: 2013 ist der deutsche Top 50-Koch Uwe Straub aus Leingarten dabei. „So schmecken die Berge“ hieß das Motto mit dem auf eigens hergestellten Schürzen erkennbaren Etikett „Heilbronn trifft Montafon“. Montafoner Spezialitäten von der Hochzeitssuppe bis zum Strudel und regionale Heilbronner Gerichte wie Zander in Wildkräuterflädle und geschmorte Ochsenbäckle mit Trüffel werden zu einem Gipfel-Menü komponiert. Eine exzellente Weinprobe mit edlen Tropfen aus der Region Heilbronn und aus Österreich präsentiert und kommentiert Württembergs Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl. Es ist der Auftakt für eine neue Weinkarte auf der Hütte mit 14 Heilbronner und österreichischen Spezialitäten.

Für Gaschurns Bürgermeister Martin Netzer ist klar: „So ein Top-Galamenü gab es hier oben bestimmt noch nie.“ 2014 sind unter dem Motto „Brauchtum, Brot und Bier“ der Meisterbäcker Johannes Hirth aus Bad Friedrichshall und Palmbräu dabei. 2016 zeigt der Gundelsheimer Chocolatier auf der Hütte seine Kunst und lässt die Stimme-Leserinnen und -Leser Pralinen zubereiten. 2017 zeigt  die Tortenkünstlerin Steffi Biedermann ihre Kreationen und gestaltet eine Bundesgartenschau-Torte.

Aber auch das findet statt: Auf einer Wanderung „fühlt“ Wolfgang Heiler (44) 2008 die Berge. Er ist seit einem Unfall im September 2003 blind. Dass ihm die Reiseplaner der Volksbank Heilbronn und der Heilbronner Sektion die Chance geben, freut ihn. Er ist Heilbronner Bezirks-Vorsitzender im Blinden- und Sehbehindertenverband Ost-Baden-Württemberg (BSVOBW). Als der Verband 100 Jahre alt wird, schlägt Hailer eine Jubiläums-Wanderung vor, die Bewunderung abringt: „Sie haben Landschaft gefühlt, Gebirgswege erkundet, Seen und Bäche gehört, Energie gespürt, Berge geschmeckt und Hüttenzauber erlebt.“

Gipfelkreuze sind in den Bergen ein besonders Zeichen der Verbundenheit zwischen Mensch und Natur. 1998 wird eines auf dem Strittkopf aufgestellt, 2001 auf der Westlichen Fluhspitze, 2008/2009 auf dem Valschavielkopf. Natur-Theoretiker wollen diese Gipfelkreuze weghaben. Im Interesse der Bergfreunde ist das nicht.

Ein „Genießerfrühstück“ mit Ei und Orangensaft wird ab 2009 der Renner auf der Hütte. Nach dem Besitzerwechsel zur Pforzheimer Brauer-Familie Scheidtweiler ist Palmbräu, das Bier aus dem Kraichgau, 2009 auf der Neuen Heilbronner Hütte „wieder daheim“.

2011 übergibt Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach dem Hüttenwart Volker Lang und dem Sektions-Vorsitzenden Bernd Bührer im Heilbronner Rathaus eine neue Stadtfahne. 2012 erleben Heilbronner Fans und andere Gäste das Fußball-Europameisterschafts-Viertelfinale mit dem Deutschland-Sieg 4:2 gegen Griechenland. Eine Stunde vor Spielbeginn richtet Hüttenwart Volker Lang die Satelliten-Schüssel exakt aus.

2012 beginnt eine neue Ära auf der Hütte. „Wir wollen eine herausragende Aktion zum Tag des Handwerks machen, die nachhaltig wirkt und den Nachwuchs in den Vordergrund rückt." So skizziert der Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken Ulrich Bopp die begonnene außergewöhnliche Kooperation zwischen Kammer und der Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins. Die Initiative ging von der Kammer aus. Die Idee lieferte die Sektion. Gerhard Schwinghammer überzeugte auf der Kammer-Vollversammlung in Tauberbischofsheim die Handwerker. So feiert man am 15. September 2012 den deutschen „Tag des Handwerks“ auf österreichischem Gebiet mit Handwerkern aus beiden Ländern als Auftaktveranstaltung zur Sanierung der stark dem Wetter ausgesetzten Fassade. Eine Musterwand lässt das künftige Aussehen der Hütte erahnen. Schon die Ankündigung des Gemeinschaftsprojektes „Außenfassade“ von Handwerkskammer Heilbronn-Franken, Deutscher Alpenverein Sektion Heilbronn und Schulen erregt bundesweit Aufsehen. Höher als im österreichischen Montafon wird 2012 nirgendwo der „Tag des Deutschen Handwerks“ begangen.

2013 werden die Nord- und Westseite fertiggestellt, 2014 die Süd- und Westseite. Mit einem Festakt unter der Region von Michaela Maier (Pressesprecherin Handwerkskammer) und Gerhard Schwinghammer wird am 27. September 2014 mit über 120 Handwerkern, DAV-Mitgliedern, Stadträten und Sponsoren aus der Region Heilbronn-Franken, aus Südtirol und dem österreichischen Montafon die Einweihung der erneuerten Außenfassade der Neuen Heilbronner Hütte gefeiert. Zwei Jahre lang hatten angehende Zimmerleute und Schreiner des 1. und 2. Lehrjahres der gewerblichen Johann-Jakob-Widmann-Schule in Heilbronn und der Beruflichen Schulen in Tauberbischofsheim und Schwäbisch Hall an diesem 475 Quadratmeter großen Meisterstück gearbeitet. Helle österreichische Lärche bestimmt jetzt das Außenbild des Bergwanderer-Zieles. Unterstützt wurde das Gemeinschaftsprojekt von der Volksbank Heilbronn, der Stadt Heilbronn, dem DAV in München und Stuttgart sowie Firmen aus der Region. Andere Handwerker zeigen beim Festakt, was sie können, darunter die Friseur-Innung Heilbronn-Öhringen mit Innungsobermeister Werner Schmitt sowie Jessica Waldbüßer, Petra Baumhackel und Romina Gräsle und der Meisterbäcker Johannes Hirth aus Bad Friedrichshall mit seinem neuen „Heilbronner Hütte-Brot“.

Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel betont: „Nur durch ein solches gemeinschaftliches Engagement ist es möglich, die Hütte auch 88 Jahre nach der Grundsteinlegung in diesem hervorragenden Zustand zu halten, in der sie sich noch immer befindet. Unter den Hütten des DAV und in privater Hand kann sich Heilbronns Außenposten auf 2320 Meter Höhe daher mehr als sehen lassen. Die Heilbronner Hütte ist eine sympathische Botschafterin für Heilbronn.“

In einer bewegenden Predigt schlägt der Heilbronner Dekan Otto Friedrich den Bogen zwischen dem, was Menschen schaffen können, und der „großartigen Gebirgslandschaft, die uns umgibt und die uns deutlich macht, dass es vieles gibt, was nicht von uns geschaffen ist“. Er erinnert an den Zimmermann-Sohn Jesus Christus, vergleicht das Projekt „Aus Alt mach Neu" mit dem Bau der Arche Noah, die ebenfalls eine Schutzfunktion erfüllte und von Handwerkern gebaut wurde. Die 10-jährige Lea aus Gaschurn, Enkelin von Hüttenwirt Fredi Immler, verzaubert mit Harfenspiel. Nach Einbruch der Dunkelheit wird die neue Fassade mit einer farbigen Illumination in Szene gesetzt. Selbst das Gipfelkreuz auf dem Hausberg, dem rund 2600 Meter hohen Strittkopf, leuchtet wie ein Stern am Nachthimmel. Alle sind sich einig: Ein gebührender Abschluss für ein ungewöhnliches und gelungenes Projekt.

Unser „Hüttenforscher“ Gerhard Knöller hat es in seine Worte gefasst, die wir hier auszugsweise zitieren.

Die Hütte ist in ihrem neuen Kleid so schön geworden, dass sie von fast jedem Besucher von allen Seiten begutachtet wird. Man hört nur lobende Worte, in der Tat, eine wirklich neue Hütte wird hier präsentiert. Die Farbe des Holzes wird sich im Laufe der nächsten Jahre in einen silbrig-grauen Farbton verändern, ein natürlicher Prozess in den Hochlagen der Berge. Nicht nur die Fassade wurde erneuert, sondern auch die Fenster und Fensterläden, also alles aus einem Guss.

Diese Aktion konnte von unserer Sektion nur gestemmt werden, weil es eine Kooperation mit der Zimmerer-Innung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken gab und Lehrlinge, Lehrer und Handwerksmeister in einer beispiellosen Gemeinschaftsaktion "Aus Alt mach Neu" diese Außenarbeiten in  den Jahren 2013/14 verwirklicht haben. Schon in den Jahren zuvor war eine ähnliche Aktion im Gange zwischen der Sektion Heilbronn und den Berufsschulen für Schreinerlehrlinge im Kammerbezirk Heilbronn-Franken. Die Aufgabenstellung war: Sämtliche Zimmer neu zu gestalten, und zwar familienfreundlich, mit Stockbetten, Tischen, Hockern, Regalen und Leitern. Diese Aufgabe wurde von den Lehrlingen bravourös und mit großem Engagement gemeistert. Alle Zimmer sind eine Augenweide für den Betrachter. Auch das grosse Matratzenlager im 2. Stock wurde umgestaltet, so wurden kleinere Einheiten geschaffen, um eine mehr private Atmosphäre zu erreichen und jede Einheit erhielt eine Schiebetür.

Im Außenbereich gibt es seit einiger Zeit ein Kneippbecken, das gerne von den Bergwanderern und Mountainbikern angenommen wird. Neben der Terrasse hat man noch einen Platz gefunden und eine Boulderwand installiert.

Mit all diesen Baumaßnahmen, die unter der Regie von unserem Hüttenwart Volker Lang stattfanden, haben wir eine runderneuerte Hütte erhalten. Gerhard Knöller

Weiteres aus dem Hüttengeschichtsbuch

07.10.2013 Mit 4955 Übernachtungen wird ein unerwarteter Rekord erreicht.

 Im Winter 2013/2014 gibt es ein besonders starkes Interesse an Schneeschuhwanderungen oder Skitouren auf die Hütte. Der Summit Club, die Veranstaltungsorganisation des DAV, hat Transalp-Touren in sein Jahresprogramm aufgenommen.

 19. Juni 2014 Saisonauftakt nach Wunsch mit über 120 Wandergästen. Karl-Heinz Karle strahlt mit. Der Vorsitzende der DAV-Bezirksgruppe Künzelsau ist mit 56 Wanderfreunden gekommen, um zum Start der Saison 2014 das „Künzelsauer Zimmer“ einzuweihen. Das Kneipp-Becken wird gereinigt – und gleich von Gästen benutzt.

2014 verlässt Robert Mayer den Heilbronner Marktplatz (150 Höhenmeter) und „wandert“ als Papp-Figur auf die Heilbronner Hütte.

5. Oktober 2014 Mit 4833 Übernachtungen wird trotz des verregneten Sommers fast die Besucherzahl des letzten Jahres erreicht. Wetterbedingt gibt es bei anderen Alpenvereinshütten Einbußen bis zu 30 Prozent, auf der Heilbronner Hütte sind es 2,5 Prozent.

2015 Die Teilnehmer am vinophilen Gipfeltreffen sind sich einig: Trollinger und Vernatsch haben in den letzten Jahren qualitative Fortschritte gemacht. Auf neutralem Boden auf der Heilbronner Hütte kommen Wengerter, Kellermeister, Wein-Journalisten und Wein-Genießer zusammen, um Gewinnerweine des 18. Württemberger Trollinger-Wettbewerbes und des 12. Südtiroler Vernatsch-Cups zu vergleichen. Auf der Hütte findet 2006 das erste Gipfeltreffen dieser Runde statt.

2. Juli 2016 Mit einer Sternwanderung zur Heilbronner Hütte feiert die „Verwall-Runde“ ihr zehnjähriges Bestehen. Heilbronn übernimmt mit Tobias Müller die Sprecher-Rolle der Runde.

Es sind die Neuerungen, die der Hütte einen Besucherboom bescheren. Bergfreunde erleben eine Hütte, die bestens für die Zukunft gerüstet ist. Dass sie immer eine Aufgabe sein wird, ist allen Verantwortlichen in der Sektion klar. Aber es ist eine Aufgabe, die sich vor dem Hintergrund der wiederentdeckten Wanderbegeisterung auch bei Familien lohnt. Die Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins kann zuversichtlich in die Zukunft der vom Beiwort „Neue“ inzwischen befreiten Heilbronner Hütte blicken.

Kontakt zur Heilbronner Hütte

Olivia Immler

Hüttenwirtin

Heilbronner Hütte
AUT-6794 Gaschurn

Öffnungszeiten

Sommer 2019 20. Juni - 6. Oktober
Kontaktformular
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