Gruppe von Menschen beim Klettern auf einem Fels mit Gipfelkreuz | © DAV Heilbronn

Klettern im oberen Altmühltal

24.04.2026

Nachdem unser ausgeschriebener Kurs jm Tourenprogramm ausgebucht war, stellte es sich heraus, dass einige der Teilnehmer selten bis noch nie am Naturfels klettern waren. Daher wurden 2 Vorbereitungstermine geplant.

Im März trafen wir uns nach dem Klettern in unserer Kletterarena und wir paukten Theorie: Knoten, Sicherungstechnik und es gab Informationen über das Gebiet rund um Konstein mit seinen Felsen. 

Im April fand das praktische Vortreffen in Hessigheim statt. Dort vertieften wir am Fels die theoretisch besprochenen Themen wie Abseilen, Touren umbauen und den Einsatz mobiler Sicherungen.

Am Freitag, den 24. April ging es endlich los. Wir starteten bei bestem Wetter in Fahrgemeinschaften zu unserem Kurs im Altmühltal. Kurz nach dem Mittag stieg unsere 11er Gruppe bereits zum ersten Felsen zu. Der Fels heißt Lucky Luke – also wünschten wir uns gleich zum Start viel Glück!

Am Lucky Luke: Unsere Gruppe packt aus und startet

Am Fels wurde jede mögliche Tour beklettert - und davon gibt es viele! Tourennamen wie: Der singende Draht, Joe Dalton oder Pony Express versprechen schon vom Namen her bleibende Eindrücke.

Nachdem wir ausgiebig ersten Felskontakt hatten und die teilweise eisglatten Plattentritte kennengelernt hatten, ging es zu unserem Stützpunkt, dem  Naturfreundehaus Konstein, wo wir im Außenbereich sitzend ein gutes Abendessen genossen.

Um den vollen Bauch noch zu bewegen, nahmen wir den anstrengenden Anstieg auf den Hüttenberg noch in Angriff: 20 Höhenmeter, 3 Minuten bis zur Gipfelbank mit toller Aussicht und mit Sonnenuntergangsstimmung. Aber nur dasitzen und genießen war nicht…denn wir entdeckten noch einen Fels unter uns, der uns noch ein paar Boulder hergeben musste!

Am 2. Tag ging es zu den Felsen rund um Aicha. Wir teilten uns in 2 Gruppen auf und belegten so 2 Felsen: Den schönen Kessel und die Märchenwand.

Wieder hatten wir Glück und es waren fast keine anderen Kletterer an unseren Felsen.

Auch an der Märchenwand wurden alleTouren bis 6+/7- geklettert und ausgetüftelt. Dabei erinnerte die Reibung vieler Tritte aufgrund massiver Begehungsspuren hier schon eher an Eisglätte als an Felsstrukturen. Das erhöht zwar gefühlt die Schwierigkeit so mancher Route, aber dennoch wurden viele schöne Touren geklettert. 

Am frühen Nachmittag jedoch unterbrachen wir das Klettern, denn es stand ja noch der Klettersteig “Oberlandsteig” im Schwierigkeitsgrad C/D. Ein tolles Erlebnis, da manche von uns noch nie einen Klettersteig gemacht hatten.

Der Steig quert durch einige Felsen am Drahtseil entlang und ab und zu sind auch seilfreie Kraxeleien gefordert. Das Highlight des Oberlandsteigs ist der Gipfel der Weißen Wand, gekrönt mit einem Gipfelkreuz! 

Da kommt tatsächlich ein bisschen Alpenfeeling hoch!

Wir schafften es jedoch, genau um 19 Uhr pünktlich in der Pizzeria in Aicha anzukommen, wo wir im Außenbereich unser Abendessen genossen.

 

So.26. April: Noch einmal frühstückten wir gemütlich im Naturfreundehaus. Dann ging es wieder an den Fels. Heute liefen wir den kurzen Zustieg zum Fels Asterix und Obelix. Auch da warteten viele leichte und mittelschwere Touren auf uns. 

Aber am Fels gibt es links auch einen Übungsstand. Dort trainierten wir fleißig das Umbauen von Touren sowie das Verhalten am Standplatz bei Mehrseillängentouren.

Am Nachmittag hatten wir alle Touren am Fels durch und nach diesem schönen und erfüllten langen Wochenende fuhren wir wieder nach Hause.