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HOCH HINAUS GEHT´S MIT UNSEREM JUGEND SEVEN SUMMITS TEAM!

TOURENWOCHE IN DEN HÖCHSTEN BERGEN DER WESTALPEN.

EIN ATEMBERAUBENDES PROJEKT IN ANSPRUCHSVOLLEM HOCHTOURENGELÄNDE.

Wie für viele andere war es für das Seven-Summits-Team der DAV-Jugend in diesem Jahr mehr als unsicher, ob aufgrund der COVID-19-Pandemie überhaupt ein Projekt möglich wäre.

Als dann im Frühsommer die ersten Berghütten und Tourengebiete wieder besuchbar waren, konnte erst in die konkrete Planung eingestiegen werden. Diese sah vor, zunächst den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs, zu besteigen. Unsere Nachwuchsalpinisten planten daraufhin mit Unterstützung der Trainer die Besteigung über den bekannten Stüdlgrat. Wie immer in den Bergen, zeigte sich kurz vor Abfahrt am ersten Ferientag der Sommerferien jedoch einmal wieder, dass man als Bergsteiger flexibel sein muss. Die Wetterlage in den Ostalpen machte eine erfolgreiche Besteigung unwahrscheinlich.

Da das Wetter in den Westalpen besser erschien, wurde kurzfristig umgeplant und die Gruppe machte sich am Donnerstag früh auf nach Zermatt. Dort angekommen ging es zunächst einmal mit der Gornergratbahn bis zur Station Rotenboden auf 2815 m Höhe. Dort begann der Zustieg zur Monte Rosa Hütte (2883 m), dem ersten Tagesziel. Von dort sollte die Dufourspitze (4634 m) bestiegen werden. Leider war auch dort das sichere Wetterfenster nicht allzu lang und es musste auf eine weitere Eingehtour verzichtet werden. Da die Tour sehr lang und kräftezehrend ist, musste die Gruppe am nächsten Tag, nach einer kurzen Nacht, schon um 2 Uhr aufstehen. Nur aufgrund der guten Fitness der Teilnehmer konnte die Tour überhaupt gegangen werden. Die jungen Alpinisten und ihre Trainer erreichten langsam, aber sicher nach über neunstündigem Aufstieg über Gletscher, Eis- und Felsgrate den Gipfel der Dufourspitze. Auch wenn Kopfschmerzen und Unwohlsein zum Teil den Genuss etwas trübten, war der Stolz, den Gipfel erreicht zu haben, enorm. Dazu das Panorama auf die umliegenden Eis- und Felsriesen des Wallis. Nach kurzer Kletterei und einer längeren Abseilstelle ging es vorwiegend über Gletscher zurück zur Hütte. Dort konnte der Gipfelerfolg gefeiert werden. In den Abstieg am nächsten Tag integrierten die Trainer noch eine Übungseinheit in der Spaltenbergung und den Gipfel des Stockhorns (3532m), bevor es dann wieder mit der Bahn hinab nach Zermatt ging. In Randa bezog das 7-Summits-Team den Zeltplatz und füllte mit ordentlich Pasta die Kohlenhydratspeicher wieder auf.

Für den nächsten Tag war eine deutliche Wetterverschlechterung mit Dauerregen und Gewitter vorhergesagt, so dass eine größere Tour nicht denkbar war. Also machten wir uns am nächsten Mittag auf, um in einem Klettergarten bei Randa etwas Felsklettern zu trainieren, bevor das Wetter sich verschlechterte. Nach langem Hin- und Herüberlegen nutzten wir den kommenden Regentag als Fahrt-Tag, um einen Standortwechsel in Richtung Chamonix zu machen. Das Ziel war eigentlich, nun gut akklimatisiert den Mont Blanc zu besteigen. Da dort durch Corona und Regulierung der Zustiegszahlen nur begrenzte Hüttenplätze zur Verfügung standen, konnten wir leider für unsere relativ große Gruppe nicht genug Plätze bekommen. Also mussten unsere beiden Tourenführer wieder einmal umplanen und nahmen den Dent du Géant, einen herausfordernden Viertausender, in den Blick.

So ging es also am Dienstagmorgen durch den Mont Blanc-Tunnel nach Courmayeur und mit der Bahn zur Turiner Hütte auf 3354 m Höhe. Dort empfing uns starker Wind, Nebel und jede Menge Neuschnee. Trotzdem wurde der Nachmittag noch für eine kleine Übungseinheit genutzt. Zunächst über Gletscher ging es in einer kombinierten Tour auf den Grat der Aiguilles d’Entrèves. Aufgrund der Tageszeit und der schwierigen Wegfindung konnte der Grat jedoch nicht komplett überschritten werden. Am Abend wurde dann das Wetter zunehmend klarer und uns Teilnehmern stockte beim Anblick unseres morgigen Zieles der Atem: Der imposante Felszahn des Dent du Géant mit seinen Steilwänden ragte aus den Nebelschwaden steil empor. Die Besteigung des 4013 m hohen Berges ist mit der Bewertung ZS+ (ziemlich schwierig plus) einer der schwierigsten Normalwege auf einen Viertausender.

Am Mittwochmorgen um 6 Uhr ging es bei traumhaftem Wetter los auf unsere Tour, die alle Facetten des Bergsteigens bietet. Zunächst der Zustieg in Gletscherseilschaft über den Glacier du Géant. Danach Klettern mit Steigeisen am gleitenden Seil im 2. bis 3. Grad im kombinierten Gelände bis zum Pausenplatz unterhalb der Wand. Dann ging es weiter in Zweier- und Dreierseilschaften mit alpiner Kletterei in 6 Seillängen bis zum Grad V+, und das in Bergstiefeln (wenigstens sind an den schwierigsten Stellen Fixseile angebracht). Und das Ganze noch in Höhenlagen um bis zu 4000 m. Am Gipfel bot sich dann ein gigantischer Blick über das gesamte Mont Blanc-Massiv und die Westalpen.

Der Abstieg begann zunächst mit einer 190m langen Abseilfahrt. Zunächst seilten wir uns eher langsam ins Nichts hinab ab, bevor dann mit zunehmendem Vertrauen die Fahrt von Seillänge zu Seillänge immer rasanter wurde. Der eine oder andere fühlte sich schon wie beim Einsatz eines SEKs. Der weitere Weg führte über den Zustiegsweg hinab zur Hütte und mit der Bahn ins Tal. Nach einer weiteren Übernachtung im Schlafsack in Chamonix, musste leider ein Teil der Gruppe in Richtung Heimat aufbrechen, während die restlichen Bergsteiger am frühen Morgen die erste Bergbahn auf die Aiguille du Midi nahmen. Dort wurde der bekannte Cosmique-Grat in Angriff genommen. Die kombinierte Tour führte in etwa 4 Stunden hinab von der Bergstation über einen Eisgrat auf den Gletscher zur Cosmique-Hütte. Von dort geht es auf einem ausgesetzten Granitgrat zurück zum Ausgangspunkt. Auch diese Tour wird als ZS (ziemlich schwierig), mit Kletterei bis zum 4. Grad und Eisflanken bis 40 Grad Neigung eingestuft. Im Anschluss ging es dann auch für diese Gruppe zurück ins Tal und auf den Heimweg.

Hinter dem Seven Summits-Team der DAV-Jugend liegt eine sehr anspruchsvolle und anstrengende Tourenwoche in den höchsten Bergen der Westalpen. Wir durften unglaubliche Landschaften und Natur erleben und haben sehr viel an Rüstzeug mitbekommen, um in Zukunft sicher im anspruchsvollen Hochtourengelände unterwegs zu sein.

Unser Dank gilt der Sektion, die unser Projekt finanziell unterstützt, und vor allem unseren beiden Ausbildern Max Titzschkau und Joachim Feger, die uns sicher durch dieses anspruchsvolle Gelände gebracht und ihr Wissen an uns weitergegeben haben. Die Bereitschaft, in solch einem anspruchsvollem Umfeld die Verantwortung für junge Menschen zu übernehmen, ist außergewöhnlich und alles andere als üblich. Dafür vielen Dank von uns allen!

Stefan Schwager

 

Kontakt zur Jugend

Holger Klitsch

Vorstand Jugend

Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

Lichtenbergerstr. 17
D-74076 Heilbronn am Neckar

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