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ABENTEUER HOCHGEBIRGE

Eiskurs JDAV Steingletscher 2021 

Am 31. Juli 2021 begann der JDAV seine Expedition am Steingletscher... 

Geplant war eigentlich eine Woche am Triftgletscher, doch da eine Lawine die Trifthütte beschädigt hatte, war dies leider nicht möglich. Die ersten drei Nächte verbrachten wir im Massenlager des Steingletscherhotels.

Am Anreisetag lernten wir uns alle kennen (acht Kinder und vier Betreuer), dann bezogen wir das Massenlager. Als das erledigt war, verteilten die Betreuer das Material (Pickel, Steigeisen usw.). Danach fuhren wir zu einem Schneefeld und lernten dort viele verschiedene Techniken auf Schnee zu gehen, zu queren, aufzusteigen und abzusteigen.

Am Sonntag hatten wir eigentlich vor, auf den Steingletscher zu gehen, doch weil es den ganzen Tag regnete, ging das leider nicht. Stattdessen hatten wir Knotenkunde und Spaltenbergung. Auch lernten wir, uns aus einer Spalte hochzuprusiken. Danach gab es noch eine spannende Theorieeinheit zum Thema Gletscher und die Entstehung der Gletscherspalten. Weil es der erste August war, Nationalfeiertag der Schweiz, gab es ein riesiges Festessen. Zuerst gab es ein leckeres Salatbuffet, dann gab es eine Platte mit Käse der Steinalp, Wurst und Trockenfleisch. Als Hauptgang gab es Raclette, Kartoffeln, Gemüse und verschiedene Stücke eines frisch geschlachteten Schweins von der Alp. Zum Dessert gab es Meringuen mit Vanilleeis, Erdbeereis, Schokoeis und Sahne. Als Alternative gab es Waldbeer- und Erdbeercreme.

Am nächsten Morgen aßen wir um viertel vor acht Frühstück und machten uns danach bereit, um auf den Steingletscher zu gehen. Als wir dort ankamen, zogen wir uns die Steigeisen an und lernten, darauf zu gehen. Zuerst liefen wir einfach hintereinander her, dann wurde es immer schwieriger. Wir mussten Slalom laufen und rückwärts gehen, hüpfen und rennen. Als das ganz gut klappte, sind wir zu einer steilen Stelle gegangen und sind dort hoch- und runtergegangen. Währenddessen hat Max das Gebiet gecheckt und uns anschließend zu einem Tunnel aus Eis geführt, wo wir hindurchlaufen konnten. Weiter ging es zu einem kleinen Schneefeld, bei dem wir lernten, mit den Steigeisen auf Schnee zu gehen. Bevor wir uns wieder auf den Weg zurück machten, durften wir uns noch in eine kleine Spalte abseilen lassen, wo wir dann mithilfe des Pickels und der Frontalzacken der Steigeisen wieder hochkletterten. Da wir schon früh fertig waren, sind wir noch im Klettergarten Hell klettern gegangen. Die, wo noch nicht wussten, wie man sich abseilt, haben es gelernt. Am Abend gingen wir alle früh ins Bett, denn am nächsten Morgen mussten wir schon um sechs Uhr aufstehen.

Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir auf der Tierberglihütte (2795 m.ü.M.)

Um sieben Uhr morgens brachen wir zur Tierberglihütte auf. Von der Hütte wollten wir dann weiter auf den vorderen Tierberg, also luden wir bei der Hütte das Zeug, das wir nicht brauchten, in Körbe ab. Als wir am Gipfel ankamen, der 300 Meter höher war als die Hütte, konnten wir leider keine Aussicht genießen, denn die Sicht hatte sich verschlechtert. Wir aßen noch ein paar Riegel, dann machten wir uns wieder an den Abstieg. Unten angekommen machten wir noch eine echte Spaltenbergung, wo wir uns in eine tiefe Gletscherspalte stürzten.

Mittwochmorgen aßen wir schon um fünf Uhr Frühstück, weil wir aufs Gwächtenhorn wollten. Nach drei Stunden schwierigen Aufstiegs über den Gletscher im Schneesturm, Kälte und ohne Sicht erreichten wir endlich den Gipfel. Oben warteten wir vergeblich eine halbe Stunde lang in der Kälte auf eine schöne Aussicht. Der Abstieg dauerte eine Stunde kürzer als der Aufstieg. In der Hütte ruhten wir uns erst mal aus. Danach hatten wir noch zwei spannende Therorieeinheiten, diesmal über Wetter und über klimaneutrales Bergsteigen. Weil noch ziemlich viel Zeit bis zum Abendessen hatten, gingen wir noch mal raus ins Regenwetter. Dort hatten wir Abrutschtraining auf einem sehr steilen Schneefeld. Beim Abendessen schlugen sich dann alle hungrig die Bäuche voll.

Am letzten Tag wollten wir eigentlich direkt nach dem Frühstück wieder zum Parkplatz absteigen. Doch leider war das Wetter so schlecht (es schneite!), dass wir den Abstieg um drei Stunden verschieben mussten. In der Zeit haben wir uns mit Bergrettung und erster Hilfe am Berg vertraut gemacht. Als wir dann endlich gehen konnten, blieb das Wetter einigermaßen stabil. Unten angekommen schien tatsächlich die Sonne! Einige von uns sind sogar im Steinsee baden gegangen, obwohl dieser eiskalt war. Nach einer längeren Pause machten wir uns wieder auf die Heimreise. Es war so toll!

Einen herzlichen Dank an die Betreuer Max Titzschkau, Stefan Schwager, Holger Klitsch und Kira Kurz.


Carla Titzschkau

 

Kontakt Jugend

Holger Klitsch

Vorstand Jugend

Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

Lichtenbergerstr. 17
D-74076 Heilbronn am Neckar

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