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Der erste 4000er ist gepackt

6. - 12. August 2018: Hochtourenwoche des 7-Summits-Team

Geschafft, am Gipfel des Gran Paradiso


Unsere jungen, ambitionierten Bergsteiger des 7-Summits-Teams hatten als Ziel der gemeinsamen Hochtourenwoche, den höchsten Berg Italiens im Blick: den Gran Paradiso. Doch bevor der 4000er geknackt werden konnte, stand ein Hochtourentraining in der Schweiz auf dem Programm. Dieses führte das 7-Summits-Team in die Berner Alpen.

Treffpunkt war die am Sustenpass gelegene Talstation der Triftbahn. Nach einer kurzen Auffahrt begann der fünfstündige Zustieg zur Trifthütte, die die nächsten Tage unser Quartier sein sollte. Während uns bis zur Triftbrücke noch zahlreiche Tageswanderer begleiteten, waren nach der Hängebrücke nur noch wenige Bergsteiger unterwegs. Der alpine, teilweise versicherte Steig war durchaus abwechslungsreich und anspruchsvoll, vor allem da uns aufgrund der Wettervorhersage die Zeit im Nacken saß. Die letzten Höhenmeter wurden dann tatsächlich in Wolken gehüllt und bei einsetzendem Regen zurückgelegt. Wir waren froh, als wir in der Hütte mit einem Empfangstee begrüßt wurden. Nach einem stärkenden Abendessen (es gab mehrere Nachschläge!) besprachen wir das Programm für den nächsten Tag. Eine Gruppe, die bereits etwas Erfahrung auf dem Gletscher hatte, sollte eine kurze Eingehtour aufs Steinhüshorn (3120m) machen, während sich der Rest auf dem Triftgletscher im Steigeisengehen üben sollte.

Nach dem Frühstück stiegen also die einen über den Oberen Triftgletscher zum Gipfel, während die anderen im unteren Teil den richtigen Umgang mit Steigeisen und Pickel übten. Am Nachmittag ging es dann vereint weiter. Wir übten das Aufbauen und Gehen in einer Seilschaft sowie erste Spaltenbergungen. Am Folgetag wurde dann im Rahmen einer Tour auf den Wysse Nollen (3398m) das Geübte vertieft und Neues gelernt: Standplatzbau mit Eisschrauben, Firnanker, lose Rolle und vieles mehr. In wechselnder Führung sollten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter der Obhut von unserem Tourenleiter Max einen guten und sicheren Weg durch das Labyrinth der Gletscherspalten finden.

Der nächste Tag führte uns dann im Abstieg in ein Nebental. Von der Trifthütte ging es zunächst einmal ca. 400 Höhenmeter abwärts. Dort stellte sich die Querung des noch im Aufstieg unkritischen Schneefeldes als schwierig heraus. Von einem Bach unterspült und größtenteils eingestürzt musste ein neuer Weg gefunden werden. Im Bereich eines großen Geröllfeldes stießen wir auf Gestein, das mit zahlreichen Kristallen durchsetzt war und unsere Pickel wurden kurzerhand zu Geologenhämmerchen. Dann ging es zwischen den Tierbergen hinauf zur Tierberglücke. Weglos führte der Weg über Moränen und abwechslungsreiches Gletschergelände. Wichtige Ausbildungsziele waren dabei immer auch die richtige Wegfindung und der Blick für die verschiedenen alpinen Gefahren. Nach der Besteigung des Vorderen Tierbergs (3091m) über Firn und einen Felsrücken stiegen die jungen Alpinisten zügig hinab ins Tal.

So gerüstet machten wir uns auf in Richtung Italien, wo der Gran Paradiso, unser erster Viertausender auf uns wartete. Nach einer Pizzaparty mit Nutellapizza und einer Nacht auf dem Campingplatz ging es weiter in ein Seitental des Aostatals. Am Nachmittag stieg das Team von Pont aus 900 Höhenmeter zügig hinauf zum Refugio Chabot auf 2750m. Während des Aufstiegs boten sich immer wieder atemberaubende Blicke auf die Gletscher des Gran Paradiso.

Nach dem Frühstück um 4 Uhr gingen wir mit leichtem Herzklopfen im Licht der Stirnlampen und einiger Sternschnuppen los. Auf uns warteten 1300 Höhenmeter Aufstieg und 2200 Höhenmeter Abstieg. Zunächst führte der Weg über leichtes Fels- und Moränengelände hinauf zum Gletscher, dann in zwei Seilschaften auf Eis und Firn bis zum felsigen Gipfelaufbau. Dort stauten sich aufgrund der Beliebtheit des Zieles die Seilschaften. Technisch leicht, aber doch vor allem an einer Stelle sehr ausgesetzt, forderte der letzte Anstieg noch einmal die ganze Konzentration. In freier Kletterei bis zum zweiten Grad ging es auf Steigeisen hinauf bis zur Madonna auf dem Gipfel auf 4061 m. Trotz eisigem Wind war der Lohn die gigantische Fernsicht mit Blick auf Berühmtheiten wie Mont Blanc und Matterhorn. Erst weiter unten hatten wir die Möglichkeit auf einer sonnigen Felsinsel das Erlebte zu verarbeiten. Der lange Abstieg über teilweise apere Gletscher, Geröll und Fels forderte noch einmal Kondition und Konzentration, bevor wir auf dem Campingplatz mit Pasta unsere Kohlenhydratspeicher wieder auffüllen und unseren ersten 4000er feiern konnten. Es war erhebend!

Danke an das gesamte Team für die tolle Woche und vor allem an Max Titzschkau, der uns verantwortungsvoll geführt und sehr viel beigebracht hat.

Stefan Schwager 

Kontakt zur Jugend

Holger Klitsch

Vorstand Jugend

Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

Lichtenbergerstr. 17
D-74076 Heilbronn am Neckar

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