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KLEINE SELLRAINRUNDE

4-tägige Hüttentour unter dem Motto „eine tolle Möglichkeit die ersten 3000er zu knacken“

Am 17.09.21 startete eine Bergwandergruppe unter dem Motto „eine tolle Möglichkeit die ersten 3000er zu knacken“ in die Stubaier Alpen. Unter der Tourenleitung von Andreas Anselm war eine 4-tägige Hüttentour mit der Möglichkeit die Schöntalspitze (3006m) und den Zwieselbacher Roßkogel (3081m) zu besteigen.

Das Ziel in den Stubaier Alpen waren die Berge des Sellrain, eine Untergruppierung der Stubaier Alpen, die ca. 1/3 der Fläche der Stubaier ausmacht. Besonders reizvoll sind die zahlreichen kleinen, ruhigen Seitentäler des Sellrain, die von bis zu dreitausend Meter hohen Gipfelketten umrahmt werden. Eine einsame Landschaft ohne Lifte, Autos und Lärm – stattdessen Natur, Stille und Erholung pur.

Startpunkt der alpinen Bergwanderung war das Tiroler Bergdorf Praxmar in ebenso einem Seitental, dem Lüsenstal. Bei super Wetter mit Sonnenschein, aber auch mit vereinzelten, mächtig anmutenden Quellwolken startete die Gruppe den Anstieg bei ca. 1600 m auf die erste Hütte, dem Westfalen Haus, mit moderatem Anstieg. Eine sehr gute Etappe, um die Kondition der Teilnehmer zu beobachten, denn es war die einfachste Etappe der 4-Tagestour. Sie war geprägt von der alpinen Höhenstufe Krummholzzone, die eine Besonderheit für uns in petto hatte. Neben den typischen Latschenkiefern, Wacholdersträuchern und Heidelbeeren, wuchsen dort ganz untypisch wilde und wohlschmeckende Himbeeren bis auf einer Höhe von ca. 2000m. Neben dem kulinarischen Aspekt war auch etwas für das Auge geboten. Im engen Lüsenstal erreichten wir den Talschluss, wo sich rechterhand plötzlich der imposante Lüsener Fernerkogel erhob und das Tal noch kleiner erschienen lies. Angekommen auf dem Westfalen Haus hatten bereits alle Teilnehmer von Alltag- auf Bergmodus umgeschaltet.

Am zweiten Tag leistete sich die Gruppe einen verhältnismäßig späten Start, weil für den ganzen Tag Sonnenschein vorhergesagt war und wir nicht auf der Flucht waren. Nach der ersten Etappe zur Münster Höhe war die Gruppe eingelaufen und es folgte nach einem nicht allzu langen Blockfeld der steile und kräfteraubende Anstieg auf das Zischgenjoch. Auf dem Zischgenjoch wurde ein Rucksackbiwack eingerichtet und verschnauft, denn von hier waren es noch 70 Höhenmeter über einen leichten Klettersteig auf die Schöntalspitze. Dieser hatte auf den ersten Metern ein paar schwierigere Stellen, die gemeinsam gemeistert wurden, um dann die grandiose Aussicht auf die Stubaier Alpen bei Sonnenschein auf der Schöntalspitze zu genießen.

Nach Abstieg über den Klettersteig und der wohlverdienten Vesperpause stieg die Gruppe auf der Nordseite des Bergkammes ab. Der stellenweise seilversicherte Abstieg über eine Schuttrinne war sehr interessant und anspruchsvoll, denn der Schutt war noch gefroren. Ein Gutes hatte es, keine Steinschlaggefahr! Ein weiteres Tages-Highlight war der Bergsee kurz vor der Pforzheimer Hütte. Dieser wurde vom Wanderleiter geschickt als Pausenstation angesteuert, sodass manch eine Badenixe nicht um herkam ein Bad zu nehmen.

Am vorletzten Tag startete die Gruppe frühzeitig, da ab Mittag Regen angesagt war und an dem Tag der höchsten Gipfel, der Zwieselbacher Roßkogel, das Ziel war. Ab der Pforzheimer Hütte ging es morgens moderat bis ins Walfeskar hinein. Nach einem Blockgelände wurde der steile Anstieg auf das 3000m hohe Platteau angegangen, wo sich die Gruppe über wegloses Gelände den kürzesten Weg zum Anstieg auf den Zwieselbacher Roßkogel suchte. Nach dem Gipfelglück stieg die Gruppe auf die Schweinfurter Hütte ab. Neben dem Gipfel-Highligt war der Bergtag sogar für Sellrainverhältnisse sehr menschenleer und ruhig.  Ab der zweiten Tageshälfte hat es geregnet und in höheren Lagen geschneit.

Am letzten Tag stieg die Gruppe, trotz Schnee in den höheren Lagen, sehr souverän auf die Finstertaler Scharte auf. Beim Abstieg ins Sellraintal, kurz unterhalb der Finstertaler Scharte stieß die Gruppe auf eine verschneite klettersteigähnliche Stelle. Nach Abwägen des Risikos hat die Gruppe die Passage für zu gefährlich befunden und ist alternativ über die Schweinfurter Hütte ins Ötztal abgestiegen. Trotz allem ein gelungener und schöner Bergtag. Mit einem Taxi ins Tal und einem Linienbus wurde Praxmar erreicht und die Heimreise angetreten.


Andreas Anselm

 

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