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ZUGSPITZE ÜBER STOPSELZIEHER

ÜBER RESTSCHNEE- UND SCHOTTERFELDER ZUM KAISERSCHMARRN

Zugspitze für ambitionierte Frauen...

damit kann Verena Lany sieben Frauen unterschiedlichsten Alters motivieren, mit ihr die gut 1700 Hm zum höchsten Berg Deutschlands hinaufzusteigen.

Lange war aufgrund der aktuellen Coronapandemie unklar, ob und wann die Tour überhaupt stattfinden konnte, aber wir blieben optimistisch und veranstalteten ein Vortreffen per Videokonferenz, bei dem Verena die geplante Strecke vorstellte: Von der Talstation der Ehrwalder Zugspitzbahn (1228 m) sollte es über die Wiener-Neustädter-Hütte (2209 m) und den versicherten Stopselzieher hinauf zum Gipfelstation (2962 m) und über die Knorrhütte (2051 m) und das Gatterl hinab wieder zurück nach Ehrwald gehen.

Groß war dementsprechend die Freude, als es dann wirklich losgehen konnte und wir uns am Abend des 18.7. alle im Gasthaus in Biberwier trafen. Gut gestärkt ging es recht bald ins Bett, war der Aufbruch doch auf dreiviertel sechs geplant. Wach waren dann auch alle, der Aufbruch verzögerte sich etwas - schuld waren die am Vorabend erkämpften Kaffee- und Teerationen.
Mit dem Auto fuhren wir also zum Startpunkt und nahmen die Rucksäcke aus dem Kofferraum, zogen die Wanderstiefel an, steckten das letzte Taschentuch griffbereit ein, zogen nach reiflicher Beratung das eine Kleidungsstück aus und das andere wieder an, gingen noch schnell auf Toilette, machten ein letztes Selfie und schon ging es los.

Von Westen kommend ging es über trotz des frischen Morgens recht schweißtreibende Wiesen- und Latschenhänge steil empor. Angeregte Gespräche und beeindruckende Aussichten versüßten den Aufstieg durch das Gamskar, das seinem Namen alle Ehre machte und zu unserer Begeisterung mit einigen Vertretern dieser Art aufwartete. Fröhlich war die Stimmung, als es durch steile Hänge über schmale Bänder am ersten Seilbahnpfosten vorbei, den weit unter uns liegenden tiefblauen Eibsee im Blick zur wunderschön liegenden Wiener-Neustädter-Hütte ging. Bei traumhaftem Wetter gab es wenig Grund zur Eile und so genossen wir die schöne Aussicht und unsere erste Begegnung mit dem Murmeltier.

Über Restschneefelder und Schotterfelder ging es nun durch das österreichische Schneekar direkt auf die sich vor uns auftürmende schroffe Wand zu, durch die kein Weg zu führen schien. Erwartungsvoll angespannt und beeindruckt war dementsprechend die Atmosphäre beim Einstieg in den versicherten Stopselzieher. Strahlende Gesichter tauchten dann aus dem namensgebenden engen Durchschlupf auf, durch den man sich an Drahtseilen und Steigklammern das erste sehr steile Stück hinaufschwingt.
Auf dem folgenden Streckenabschnitt, der sich mal mehr oder weniger stark versichert dem Weg des geringsten Widerstands folgend über Schrofen, Schotter und Platten bewegt, machte sich bei uns allen die inzwischen dünne Luft bemerkbar. So waren wir alle froh, als wir zusammen erst den Wettersteingrat und dann, der Grenze und dem Grat in nordöstliche Richtung folgend, die Gipfelstation erreichten. Der Kontrast von dem recht einsamen, wilden Steig zu der von Touristen in Turnschuhen überfluteten und wie von Riesenhand auf den Berg gesetzen Betonplatte kann schier nicht größer sein. Stolz über die erbrachte Leistung und vor allem glücklich über den gemeinsam gemeisterten Aufstieg genossen trotzdessen einen kurzen Moment den Gipfelerfolg, blieb uns auch die erhabene Aussicht von Wolken verwehrt.

Ein Großteil der Gruppe beschloss nun, sich den Abstieg mit einer Seilbahnfahrt zu erleichtern, während die anderen noch einen recht weiten Marsch vor sich sahen und zügig zum Zugspitzplatt abstiegen. Über das freigelegte schottrige Gletscherbett gelangten wir zur Knorrhütte, auf der wir uns bei Kaiserschmarrn für das weitere Wegstück stärkten. Über den Plattsteig ging zuletzt leicht ansteigend zum Gatterl und durch dieses wieder auf die österreichische Seite, wo noch mehrmals kleinere Schnapper zu überwinden waren. Dieser Steig vom Gatterl bis zur Hochfeldern Alm kann gut und gerne als der menschenleerste, dafür aber auch der tierreichste Abschnitt betrachtet werden, begegnete uns doch eine ganze Schaar an großen wie kleinen Murmeltieren sowie Gämsen und später auch domnestizierten Berbewohnern. Durchgehalten mussten dann noch etliche Kilometer auf breiten Schotterwegen an der Ehrwalder Alm vorbei hinunter ins Tal wo wir die Tour geschafft aber glücklich beendeten.

 

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Birgit Nerenz

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