Hochtourengruppe-Bericht-Donautal-2025-05-Bild-01 | © DAV Heilbronn Andreas Anselm

Panoramawanderung Donautal

3. / 4. Mai 2025

03.05.2025

„Es war super!“ Im Fazit waren sich alle neun Teilnehmer der von Andreas Anselm geführten Wanderungen rund um und in der Nähe von Beuron, im Tal der oberen Donau im Landkreis Sigmaringen gelegen, einig.

Nur fanden die einen die Eichfelsen-Wanderung am Samstag schöner – trotz Direktstarts nach sehr früher Anreise mit zwei Autos aus Heilbronn, Leingarten und Lauffen und bei anfangs noch trüb-feuchten Wetterbedingungen, während die anderen mehr Erfüllung bei der sowohl von der Streckenlänge als auch von den erklommenen und wieder abgestiegenen Höhenmetern anspruchsvolleren Donaufelsen-Tour am Sonntag fanden, die auch wettertechnisch herausfordernder war. Beide Rundwanderwege boten spektakuläre Aussichten von hohen Felsen, Burgen oder Burgruinen auf andere herausragende Felsen, Burgen, Burgruinen, auf das sich schlängelnde Band der Donau im Tal, den sie begleitenden Radweg, manchmal auf die Bahnlinie, einzelne Gehöfte und, am Samstag, auf Beuron mit seiner imponierenden Klosteranlage – alles jeweils umrahmt von viel frischem Frühjahrsgrün in diversen Schattierungen und bunten Blütenfarben.

Die drei Frauen und sieben Männer zwischen Ende 20 und Ende 60 Jahren starteten gegen 9.30 Uhr vom Wanderparkplatz Irndorf. Von hier aus musste die Donau auf recht einfach zu gehenden Wegen zunächst überquert, dann im Wald vorbei an Höhleneingängen die Burg Wildenstein erstmal erklommen werden. Der erste Aussichtspunkt auf der Höhe war nach einer guten Stunde erreicht. Auch wenn noch trübe Wolken vom Himmel hingen, hatten sich die schwitzenden Wanderer hier ihrer Regenkleidung schon entledigt.

Wer noch nicht gefrühstückt hatte, konnte das dann auf der 811 Höhenmeter gelegenen Burg aus dem 11. Jahrhundert nachholen: Sie dient seit 100 Jahren als Jugendherberge – mit Ausschank und WC-Anlage auch für Wanderer.

Bei zunehmend freundlichem Wetter kam bald tief unten im Tal das vom Fluss teilumschlungene Beuron in Sicht. Die Mittagspause wurde in einem örtlichen Café eingelegt, mittlerweile mit Sonnenbrillen auf den Nasen, bevor es auf der anderen Seite wieder über die Donau und bergauf zurück zum Ausgangspunkt ging. 12,1 Kilometer wurden in gut drei Stunden reiner Gehzeit zurückgelegt, so ergab es zumindest Frederics Tracking, circa 700 Höhenmeter bewältigt. Da bis zum Ende der Wanderung gegen 15 Uhr die wärmste Sonne schien, bot sich Gelegenheit, noch in Hausen im Tal die Füße im Donauwasser zu kühlen – auf dem Weg zur Unterkunft in Unterschmeien. Das Gasthaus zur Krone, wo Andreas insgesamt fünf Zimmer für alle reserviert hatte, wartete mit einem Preis-Leistungsverhältnis für Übernachtung, Abendessen und Frühstück auf, das alle zufriedenstellte.

So ging es trotz deutlich nasserer Wetterverhältnisse am Sonntag ebenso gut gelaunt auf die mit 937 Höhenmetern, 16,5 Kilometern und einer Gehzeit von 6,5 Stunden angesagten Tour ab und bis zum Berghaus Knopfmacher bei Fridingen an der Donau. An diesem Tag jagte ein Aussichtspunkt den nächsten. Etwa vom Knopfmacherfelsen hinüber zur Burgruine Kallenberg, Stunden später dann, von genau dieser Burgruine wieder über das Tal hinweg zum Knopfmacherfelsen, dann Richtung Schloss Bronnen. Obwohl die Wanderer nicht von Regenschauern verschont blieben und der lehmige, rutschige Boden manch steilen Abstieg erschwerte, war die Sicht gut. Just an den Panoramastellen schien der Regen wundersamerweise auszusetzen – und umso heftiger herunterzuprasseln, als man in der Selbstbedienungs-Vesperstube Ziegelhütte Fridingen einkehrte. So konnten die Schauer gemütlich abgewartet werden. Steil ging es am anderen Donauufer dann wieder bergan, bis 776 Meter über N.N. die Kallenberg-Burg mit imposantem Bergfried erreicht war: Wohl um 1200 herum errichtet, ist sie laut Wikipedia „neben Falkenstein die bedeutendste Ruine im Donautal“.

Während dieses Highlight gänzlich unbewohnbar ist, ist das letzte Bauwerk in Aussichtslage, das die Wanderer erklommen, Schloss Bronnen, privat bewohnt und nicht zu besichtigen. Anders als ein riesiger Höhleneingang einige Höhenmeter unterhalb – der letzte kurze Stopp, bevor unten im Jägerhaus an der Donau lange Mittags - beziehungsweise Abendessensrast gemacht wird – bei mittlerweile doch sehr frischen Temperaturen.

Über Steinquader ging es anschließend wieder auf die andere Flussseite, nach zwei Kilometern bergan wurde etwa acht Stunden nach dem morgendlichen Aufbruch der Parkplatz am Knopfmacher-Berghaus wieder erreicht. Frederics Tracking hat eine Netto-Gehzeit von 4 Stunden und 18 Minuten für 16,8 Kilometer gemessen, über die es 530 Meter bergauf – und dann natürlich wieder bergab ging.

Der Dank der lustigen und trotz unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Charakteren harmonierenden Gruppe ging an ihren Wanderführer Andreas, der die beiden Rundkurse perfekt geplant, vorbereitet und umsichtig geführt hat.

Besonders, weil unser Finisher ins Ziel gekommen ist und sich damit bei der Wanderung ein Pärchen gefunden hat, das mittlerweile zusammengezogen ist. Wir wünschen weiterhin viel Glück. Berg Heil.

Von Susanne Schwarzbürger