Baden Württembergische Meisterschaften 03.07.2011
Ein kleines Teilnehmerfeld, erlesenes Publikum, hochmotivierte Routenschrauber, ein überdurchschnittlich engagiertes Helferteam, Dj Action Direkte – dies waren die Zutaten, die aus den diesjährigen Baden Württembergischen Meisterschaften am 03.07.2011 einen Wettkampftag machten, den wir nicht so schnell vergessen werden. Hier die Highlights der Heilbronner Starter:

Paul Hock, nach langer Kletterpause wieder dabei, ist, nach einem Jahr Training, knapp am Finaleinzug vorbeigeschrammelt.
Patrick Ortwein hat tapferst gekämpft, musste sich allerdings nach der Quali doch der Tatsache beugen, dass Wettkämpfe etwas anders sind als im FraJu harte Routen klettern.
Mick Schädel hat bewiesen, dass er nicht nur Schuhe verkaufen, sondern diese auch benutzen kann. Finalteilnahme und ein 10. Platz.
Elias Dunz überzeugte mit seinem dynamischen, kraftvollen Kletterstil. In der internen „Heilbronner Wertung“ liegt er auf Platz 1, beim Wettkampf hats fürs Finale und einen 9. Platz gereicht.
Schorsch Göbel erkämpfte sich nicht nur die Finalteilnahme sondern auch noch einen, für ein Nichtkadermitglied, hervorragenden 7. Platz. Zwar nicht mehr aus Heilbronn aber immer noch „Heilbronner der Herzen“, gewann Schorsch mit seinen Karlsruher Trainingspartnern auch noch den inoffiziellen Styleaward (Long Live Leggins).
Allen Heilbronner Startern ein sehr wohlmeinendes „Respect“. Es gehört schon was dazu, sich vor dem heimischen Publikum so zu exponieren und dabei auch noch richtig stark zu klettern.
Die Herrenkonkurrenz, mit 20 Teilnehmern die größte Startergruppe, entwickelte sich nach den Qualirouten extrem spannend. Nicht weniger als 5 Teilnehmer konnten alle 2 Qualirouten bis zum Top klettern und hatten somit alle 5 noch beste Chancen auf den Sieg. Vor allem Benny Sillmann beeindruckte mit extrem schnellen, dynamischen Begehungen der 2 Routen im Schwierigkeitsgrad 8+/9- und 9/9+. Im Finale war dann allerdings im Wettkampfdach an den kleinen Griffen der 10- Schluss. Somit hatte Philipp Hans aus Stuttgart doch noch die Chance auf das Treppchen zu klettern, was er sich, trotz junger Jahre erfahrener Wettkampfkletterer, nicht entgehen ließ. Obwohl er eine Qualiroute nicht toppen konnte, legte er den Turbo ein und schnappte in Bennys erreichter Höhe nochmal nach dem nächsten Griff.
Dann nahm der Zweikampf zwischen Jan Ruh aus Konstanz und Flo Böbel von der Sektion Schwaben den Zuschauern und dem Routenschrauberteam den Atem. Souverän kletterte Flo bis unters Dach, holte nochmal kurz Atem und presste sich dann durch den harten 7A+-Ausstiegsboulder. Topbegehung! Wenn Jan jetzt nachzieht muss ein Superfinale her, aber Jan war gnädig mit den Schraubern und tropfte kurz nach der Dachkante ab. Somit ist Flo Böbel der neue Baden Württembergische Meister 2011. Na dann mal Glückwunsch.
Flo Böbel
Die Altersklasse der Herren Ü40 durfte die die 2. Quali der Damen und die 1. Quali der Herren klettern. Schon hier zeigte sich die Überlegenheit von Georg Kiefer von den Bergfreunden Saarland. Beide Routen getoppt und auch im Finale war der kleine Mann nicht zu stoppen: Das Damenfinale (9-/9)rannte er 2/3 hoch, stoppte kurz, kletterte wieder ein bisschen ab, sah die notwendigen Tritte und spulte den Rest bis zum Top durch. Hammer!
Bei den Damen Gab es ebenfalls eine ganze Reihe von Qualitops, das Finale hatte dann aber die richtige Schwierigkeit zum Aussieben!
Obwohl als 3. Gestartet toppte Chiara Clostermann (Sektion Ringsee) auch das Finale in beeindruckendem, willensstarkem Stil. Auch Anne Stangaciu (Sekt. Freiburg) konnte da nichts mehr entgegen setzen und musste sich mit Platz 2 arrangieren. Ein Lob mal wieder nach Karlsruhe: Caroline Forster hatte nicht nur die leuchtendsten Leggins aller Karlsruher Teilnehmer, sondern sie passten auch zu den Grifffarben!Respekt!Da hast Du Dir Deinen 3. Platz sowieso verdient.
Caroline Forster
In diesem Jahr gab es mal wieder eine Damen AK 40, nett, hübsch, kompetent und motiviert besetzt durch Carol Kiebel von den Bergfreunden Saarland. AK fiel nicht auf, weder optisch noch sonst, denn sie durfte mit den Mädels klettern.
Weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auch Vorteile haben: Die Betreuung war sehr persönlich, die Atmosphäre familiär, die Wettkampfverpflegung mehr als üppig und für die Helfer nen Haufen Kuchen übrig. @Klaus/Frank(LandesverbandswettkampfA-Team):Gerne wieder!
Und hier geht’s zu den kompletten Ergebnislisten







